Hi there,

gerade sitze ich super warm eingepackt im Zelt auf dem Ponderosa Ranch Campingplatz neben dem Zion Nationalpark in Utah, USA und schreibe einen kleinen Rückblick auf den Start der Reise.

Los ging die Reise schon mit dem Packen. Tatsächlich habe ich alles in zwei Rucksäcke reingepackt, bin aber trotzdem mit 26kg unterwegs und überlege seither, auf was ich alles noch verzichten könnte. Aber bisher hat alles noch seine Daseinsberechtigung und ich bin froh um jedes warme Kleidungsstück, das ich dabei habe… Nach den USA werde ich Markus vermutlich einen Schwung warmer Klamotten und Accessoires mit zurückschicken, da ich in der Karibik vermutlich keine Daunenjacke brauchen werde.

Der bisher schwierigste Teil war das Tschüss sagen zu meiner Familie. Nachdem ich zur Vorbereitung meiner Reise vorübergehend wieder knapp zwei Monate zuhause bei meinen Eltern und meiner Schwester mit Familie eingezogen bin, war der Abschied besonders schwer und tränenreich, als dann endgültig der Zeitpunkt kam zu gehen. Ich hatte schon ganz vergessen, wie schwierig es eigentlich ist und während meiner Vorbereitung und Vorfreude gar nicht daran gedacht.

Am Dienstag Morgen ging es also los. Auf zum Flughafen. Da Markus mich die ersten 3 Wochen der Reise begleitet, kommt es mir eher vor wie Urlaub und ich hab noch gar nicht wirklich realisiert, dass ich nach 3 Wochen nicht wieder zurück nach Deutschland fliegen werde, sondern die nächsten 9 Monate weiterreise… Nun aber zurück zum Flughafen. Mein ganzes Technik-Geraffel hat mir eine Einladung zum Sprengstofftest verschafft, der zum Glück negativ ausfiel, damit war aber noch nicht alles im grünen Bereich. Pünktlich kamen wir zum Gate mit dem Ergebnis, dass Markus freundlich gebeten wurde, zu einem weiteren Sprengstofftest zu kommen. Und nun haben wir gelernt, dass imprägnierte Wanderschuhe scheinbar dazu führen können, dass dieser positiv anschlägt. Ist nicht so lustig, wenn man dann all sein Hab und Gut auspacken und erklären darf und die Bundespolizei einem klarmacht, dass es allein in ihrem Ermessen liegt, ob man in diesen Flieger steigt oder nicht. Da natürlich nichts gefunden wurde, war der Spuk dann zum Glück vorbei und auch er konnte zum Gate zurückkommen. Was für ein Schreck. Dann musste ich noch penibel darauf achten, dass ich meinen 11kg Handgepäcksrucksack immer so locker flockig hochhebe und trage, als würde er nur die erlaubten 6kg wiegen. Denn immer wieder ist eine Frau mit prüfendem Blick durch die Menge gewandelt und hat einzelne Leute rausgezogen, ihr Gepäck gewogen und sie nachzahlen lassen. Aber zumindest das ging gut.

Die nächsten 12 Stunden waren allerdings nicht so prall. Mein Learning: Niemals mehr Condor Economy bei einem Flug über 7 Stunden. Scheinbar gibt es Economy Premium, was ich beim Buchen nicht gesehen hatte und jetzt stellt Euch einen normalen Economy Flug vor und streicht alles weg, was man an Annehmlichkeiten haben kann. Dann seid Ihr bei Condor Economy. Damit Filme freigegeben werden: 8 Euro, Kopfhörer 3,50 Euro und das Negativ-Highlight war das Frühstück: Wiener Würstchen, die leider noch gefroren waren. Nun bin ich ja nicht gerade klein und meine Beine dementsprechend lang. Blöderweise 4 cm zu lang, um in den Condor-Sitz zu passen. Während meine Knie bei einem normalen Flug den Vordersitz berühren, wurden sie bei Condor gequetscht. Getoppt wurde das alles nur noch, als mein Vordermann noch schön seinen Sitz nach hinten geklappt hat. An Schlafen war also nicht zu denken und ohne Filme können 12 Stunden dann schon mal lang werden. Dementsprechend fertig kam ich dann in Las Vegas an. Ab hier ging’s dann wieder aufwärts.

2 Comments

  1. 😂Sicherheit geht vor. So verdächtige Personen müssen nun mal durchleuchtet werden. Steffen wurde mal durch die Sprengstoff- Schleuse geschickt, weil wir ein in Alufolie gewickelte Subway-Sandwich im Handgepäck vergessen hatten!

    • skober2018

      Hi Bekki, ein in Alufolie gewickeltes Subway-Sandwich würde bei mir auch sofort Alarm auslösen 😉 … bin mal gespannt, was die Weiter- bzw. für Markus die Rückreise noch so an Flug-Überraschungen bringen. Ich muss mir jetzt erst noch irgendein Weiterreiseticket besorgen, bevor ich auf die British Virgin Islands fliege, sonst lassen sie mich nicht rein. Blöd ist nur, dass ich momentan noch gar nicht weiß, wo ich danach hin will…

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *